Pressemitteilung: Ge­setz zum Aus­bau der Was­ser­stra­ßen ver­ab­schie­det - BDB vo­tiert er­folg­reich für Brü­cken­an­he­bung im west­deut­schen Kanalgebiet

Ge­setz zum Aus­bau der Was­ser­stra­ßen ver­ab­schie­det - BDB vo­tiert er­folg­reich für Brü­cken­an­he­bung im west­deut­schen Kanalgebiet

2. Dezember 2016

Der Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB) be­grüßt den heute vom Bun­des­tag ge­trof­fe­nen Be­schluss zum Aus­bau­ge­setz für die Bun­des­was­ser­stra­ßen und da­mit die Um­set­zung des von Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­brindt im Au­gust vor­ge­leg­ten neuen Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans (BVWP 2030).

Hierzu er­klärt BDB-Präsident Mar­tin Staats (MSG, Würzburg):

„Das Was­ser­stra­ßen­aus­bau­ge­setz für die Flüsse und Ka­näle in Deutsch­land war eine Kern­for­de­rung des BDB an die Bun­des­po­li­tik. Es freut uns, dass der Bund diese Maß­nahme nun um­setzt und die er­for­der­li­che Pla­nungs­si­cher­heit für den wei­te­ren Aus­bau der Was­ser­stra­ßen schafft, in­dem er den mit um­fang­rei­chen Un­ter­su­chun­gen be­leg­ten Be­darf an be­stimm­ten Aus­bau­maß­nah­men ver­bind­lich festschreibt.“

11 lau­fende Vor­ha­ben so­wie 24 neue Vor­ha­ben des sog. Vor­dring­li­chen Be­darfs sind im BVWP 2030 un­ter­sucht und nun als Be­darfs­plan dem Aus­bau­ge­setz beige­fügt wor­den. Als für die Bin­nen­schiff­fahrt wich­tigste neue Maß­nah­men sind u.a. zu nen­nen: Die Ab­la­de­opti­mie­rung der Fahr­rin­nen am Mit­tel­rhein und am Un­ter­main bis Aschaf­fen­burg, der Aus­bau der Do­nau zwi­schen Strau­bing und Vils­hofen, die Ver­län­ge­rung der Ne­ckarschleu­sen und der Bau der 2. Schleu­sen­kam­mern an der Mo­sel. Als vor­ge­zo­ge­ner Er­satz­neu­bau soll am Elbe-Seitenkanal das stör­an­fäl­lige Schiffs­he­be­werk Schar­ne­beck er­setzt werden.

Mar­tin Staats: „Das sind wich­tige Maß­nah­men, die nicht nur der Schiff­fahrt, son­dern ins­be­son­dere der ver­la­den­den In­dus­trie und da­mit dem Wirtschafts- und Lo­gis­tik­stand­ort Deutsch­land hel­fen. Be­son­ders freut uns, dass es uns ge­mein­sam mit dem Ver­band der che­mi­schen In­dus­trie (VCI) NRW ge­lun­gen ist, die An­he­bung von Brü­cken im west­deut­schen Ka­nal­ge­biet im Fall des Er­satz­neu­baus im Aus­bau­ge­setz zu ver­an­kern. Da­mit wird zu­künf­tig mehr­la­gi­ger Con­tai­ner­ver­kehr auf dem Wesel-Datteln-Kanal mög­lich sein!“

Mar­tin Staats be­tonte, dass es nun Auf­gabe der Po­li­tik sei, ent­spre­chende Finanz- und Per­so­nal­res­sour­cen für die Wasserstraßen- und Schiff­fahrts­ver­wal­tung (WSV) zur Ver­fü­gung zu stel­len, da­mit die pro­jek­tier­ten Maß­nah­men so schnell wie mög­lich in An­griff ge­nom­men wer­den kön­nen. „Jahr­zehn­te­lange Um­set­zungs­zeit­räume, wie wir sie der­zeit u.a. an der Mo­sel er­le­ben, sind schlicht un­zu­mut­bar“, so Staats.

 

Über den BDB e.V.:

Der 1974 ge­grün­dete Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB) ver­tritt die ge­mein­sa­men ge­werb­li­chen In­ter­es­sen der Un­ter­neh­mer in der Güter- so­wie der Fahr­gast­schiff­fahrt ge­gen­über Po­li­tik, Ver­wal­tung und sons­ti­gen In­sti­tu­tio­nen. Mit­glie­der des BDB sind des­halb Par­ti­ku­liere, Ree­de­reien und Ge­nos­sen­schaf­ten. Auch För­der­mit­glie­der un­ter­stüt­zen die Ar­beit des BDB. Der Ver­band mit Sitz in Duis­burg und Re­prä­sen­tanz in Ber­lin be­zieht Stel­lung zu ver­kehrs­po­li­ti­schen Fra­gen und bringt sich ak­tiv in die Ge­stal­tung der wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ein. Seit der Fu­sion mit dem Ar­beit­ge­ber­ver­band (AdB) im Jahr 2013 ver­tritt der BDB auch die Be­lange der Ver­bands­mit­glie­der in arbeits-, tarif- und so­zi­al­recht­li­chen so­wie personal-, sozial- und bil­dungs­po­li­ti­schen An­ge­le­gen­hei­ten und ist Ta­rif­ver­trags­part­ner der Ge­werk­schaft Verdi. Der BDB be­treibt das in Duis­burg vor An­ker lie­gende Schul­schiff „Rhein“ – eine eu­ro­pa­weit ein­zig­ar­tige Aus-, Fort- und Wei­ter­bil­dungs­ein­rich­tung für das Binnenschifffahrtsgewerbe.