Pressemitteilung: Die Wirt­schaft sieht die Zu­kunft der Elbe positiv

Die Wirt­schaft sieht die Zu­kunft der Elbe positiv

17. Januar 2017

Ber­lin, 17.01.2017 - Nach mehr als ei­nem Jahr­zehnt des Still­stan­des an der Elbe hat die Bund-Länder-Runde am 17. Ja­nuar 2017 das Ge­samt­kon­zept Elbe be­schlos­sen. Die durch das Be­ra­ter­gre­mium be­tei­lig­ten Wirt­schafts­ver­bände Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt (BDB), Bun­des­ver­band Öf­fent­li­cher Bin­nen­hä­fen (BÖB), Elbe Al­li­anz (EA), Kam­me­r­union Elbe-Oder (KEO) und der Ver­band für Schiff­bau und Mee­res­tech­nik (VSM) be­grü­ßen die Ei­ni­gung mit gro­ßer Er­leich­te­rung. Die Wirt­schafts­ver­bände wür­di­gen die ge­mein­same Ar­beit mit Ver­tre­tern der Ver­wal­tung von Bund und Län­der so­wie der Um­welt­ver­bände, Kir­chen und der Tsche­chi­schen Re­pu­blik im Beratergremium.

Nach teils lan­gen und nicht im­mer ganz ein­fa­chen Ab­stim­mun­gen ist es ge­mein­sam ge­lun­gen, sich auf ein Kon­zept zu ver­stän­di­gen. Die­ses Kon­zept ver­ste­hen die Wirt­schafts­ver­tre­ter als Ende des bis­he­ri­gen Mo­ra­to­ri­ums, wel­ches den Still­stand an der Elbe ver­ur­sacht hat. Die of­fe­nen Fra­gen wer­den nun in ei­nem An­schluss­pro­zess ge­mein­sam bearbeitet.

In ei­ner Volks­wirt­schaft wie der deut­schen, die vom Han­del und Wan­del aber auch ganz be­son­ders vom Ex­port lebt, ist Trans­port und Lo­gis­tik ein wich­ti­ger Fak­tor zur Wohl­stands­be­wah­rung und Zu­kunfts­si­che­rung. „Da­bei spielt der Ver­kehrs­trä­ger ‚Sys­tem Was­ser­straße‘, das heißt Bin­nen­schiff­fahrt und Bin­nen­hä­fen, eine er­heb­li­che Rolle und ge­hört au­ßer­dem zu den um­welt­freund­lichs­ten Ver­kehrs­trä­gern.“, so Karl-Heinz Ehr­hardt, der die wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt (BDB) im Be­ra­ter­gre­mium ver­tritt. „Aus die­sem Grund ist ein Ge­samt­kon­zept Elbe, das in aus­ge­wo­ge­ner Form wirt­schaft­li­chen Gü­ter­ver­kehr auf die­sem Fluss zu­lässt und er­mög­licht, ohne ei­nen rea­lis­ti­schen und mach­ba­ren Schutz der Um­welt zu ver­nach­läs­si­gen, zu be­grü­ßen. Da­bei darf nicht ver­ges­sen wer­den, welch auf­stre­ben­der Wirt­schafts­raum ent­lang der Mittel- und Obe­r­elbe sich in den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren be­reits ent­wi­ckelt hat und noch ent­wi­ckeln kann und muss.“, er­gänzt Ehrhardt.

Bo­ris Kluge, Ver­tre­ter des Bun­des­ver­bands Öf­fent­li­cher Bin­nen­hä­fen (BÖB) wür­digt ins­be­son­dere die Lö­sungs­an­sätze für die Obe­r­elbe: „Die Be­deu­tung der Obe­r­elbe für un­sere dor­ti­gen Hä­fen und die Tsche­chi­sche Re­pu­blik wird durch das Ge­samt­kon­zept er­kannt. Mit den Kon­zep­tio­nen und Maß­nah­men in der so­ge­nann­ten Ero­si­ons­stre­cke wird end­lich ein ge­mein­sa­mer Weg für eine ver­kehr­lich zu­ver­läs­si­gere und den An­sprü­chen des Natur- und Um­welt­schutz ge­rech­ter wer­dende Elbe be­schrit­ten. Die Ero­sio­nen zu be­kämp­fen ist un­ser ge­mein­sa­mes Ziel.“ Gleich­zei­tig wird der wei­test­ge­hend un­strit­tige Un­ter­halt an an­de­ren Ab­schnit­ten der Obe­r­elbe ver­bes­sert und da­mit die Zu­ver­läs­sig­keit für die Schiff­fahrt erhöht.

„Be­son­ders be­grü­ßen wir, dass im Ge­samt­kon­zept die Elbe durch­gän­gig von der deut­schen Grenze bis Geest­hacht be­trach­tet wurde und mit den an­ge­dach­ten Lö­sun­gen die Schiff­fahrts­ver­hält­nisse auf der ge­sam­ten Stre­cke ver­bes­sert wer­den.“ fasst Ste­fan Kunze, Ver­tre­ter der Elbe Al­li­anz e.V. im Be­ra­ter­gre­mium, zu­sam­men. „Durch die Ein­be­zie­hung der so­ge­nann­ten Rest­stre­cke kann in die­sem sen­si­blen Be­reich eine nach­hal­tige Lö­sung zu öko­lo­gi­schen und nau­ti­schen Ver­bes­se­run­gen ent­wi­ckelt wer­den, die stän­dige Ein­griffe durch Bag­ge­run­gen in der Fahr­rinne ver­mei­den lässt – ein gu­tes Bei­spiel für nach­hal­tige Un­ter­hal­tung der Was­ser­straße“, so Kunze weiter.

„Es ent­spricht dem Wunsch der Ge­samt­in­ter­es­sen­ver­tre­tung der IHKn, ab­wä­gend und aus­glei­chend die un­ter­schied­li­chen In­ter­es­sen zu­sam­men­zu­füh­ren. Dass dies nun nach ei­nem Jahr­zehnte lan­gen, läh­men­den Still­stand ge­lun­gen ist, ist ein Rie­sen­er­folg für Umwelt- und Wirt­schafts­in­ter­es­sen. Be­son­ders den Ver­tre­tern der Um­welt­ver­bände danke ich für das ent­ge­gen­ge­brachte Ver­trauen, was die so­lide Ba­sis für die künf­tige, si­cher auch nicht im­mer ein­fa­che Zu­sam­men­ar­beit in der Um­set­zungs­phase legt“, er­klärt Hen­ning Finck, Ver­tre­ter der Kam­me­r­union Elbe/Oder. Finck hat die 17 deut­schen IHKn der Kam­me­r­union im Be­ra­ter­gre­mium ver­tre­ten, die sich mit über 30 Mit­glie­dern im ge­mein­sa­men Wirt­schafts­raum von Deutsch­land, Tsche­chien und Po­len engagiert.

„Die Ver­ab­schie­dung des Ge­samt­kon­zepts Elbe ist die Vor­aus­set­zung für den Er­halt der zahl­rei­chen Werft­stand­orte an der Elbe.“, er­gänzt Rag­nar Schwe­fel für den Ver­band für Schiff­bau und Mee­res­tech­nik (VSM) die po­si­tive Ein­schät­zung von BDB, BÖB, EA und KEO. „Nur so kön­nen wei­ter­hin in Sachsen-Anhalt zahl­rei­che Schiffs­neu­bau­ten ent­ste­hen und die Ar­beits­plätze auf den Werf­ten, bei den Zu­lie­fe­rern und den be­tei­lig­ten Hand­werks­be­trie­ben ge­si­chert werden.“

Die Ver­tre­ter der‎ Wirt­schaft freuen sich über die er­klärte Un­ter­stüt­zung der Elbe-Arbeitsgemeinschaften der CDU- und SPD-Bundestagsfraktionen und be­grü­ßen das Vor­ha­ben, mit ei­nem Ent­schlie­ßungs­an­trag die Um­set­zungs­schritte des Ge­samt­kon­zepts Elbe fest­zu­schrei­ben. Sie wür­den sich freuen, wenn ganz im Sinne des ge­fun­de­nen Kon­sen­ses alle Frak­tio­nen des Deut­schen Bun­des­ta­ges ei­nen sol­chen Be­schluss mittragen.

 

Ihre An­sprech­part­ner für Rückfragen:

Karl-Heinz Ehr­hardt
Mit­glied des Vor­stands des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB)
Trans­port­werk Mag­de­bur­ger Ha­fen GmbH
Saa­le­straße 20, 39126 Mag­de­burg­Tel.:       0391 5939162
Fax:        0391 5939210 Mail:       gf@magdeburg-hafen.de 
Anja Fuchs
Lei­te­rin Öf­fent­lich­keits­ar­beit
Bun­des­ver­band Öf­fent­li­cher Bin­nen­hä­fen e. V. (BÖB),
Leip­zi­ger Platz 8, 10117 Ber­lin
Tel.:       030 39884362
Fax:        030 39840080
Mail:       presse-boeb@binnenhafen.de
Ste­fan Kunze
Elbe Al­li­anz e. V. c/o Ha­fen Ham­burg Mar­ke­ting e. V.
Re­prä­sen­tanz Deutschland-Ost
Mag­de­bur­ger Str. 58, D - 01067 Dres­den
Tel.:       0351 6538131
Fax:        0351 6538133
Mail:       stefan.kunze@hafen-hamburg.de
Rag­nar Schwe­fel
Lei­ter VSM Büro Ber­lin
Ver­band für Schiff­bau und Mee­res­tech­nik e. V. (VSM)
Rein­hard­straße 27 C, 10117 Ber­lin
Tel.:       030 28099850
Fax:        030 28099852
Mail:       Schwefel@vsm.de
Hen­ning Finck
Be­voll­mäch­tig­ter beim Bund
Kam­me­r­union Elbe/Oder
c/o Han­dels­kam­mer Ham­burg beim Bund
Ger­trau­den­str. 20, 10178 Ber­lin
Tel.:       030 20281631
Fax:        030 206167157
Mail:       Henning.Finck@hk24.de