Pressemitteilung: BDB un­ter­zeich­net Me­mo­ran­dum - NRW-Bündnis für In­fra­struk­tur un­ter­stützt leis­tungs­fä­hi­ges Verkehrsnetz

BDB un­ter­zeich­net Me­mo­ran­dum - NRW-Bündnis für In­fra­struk­tur un­ter­stützt leis­tungs­fä­hi­ges Verkehrsnetz

30. November 2016

Nicht zu­letzt durch seine zen­trale Lage in Eu­ropa und seine en­gen Ver­flech­tun­gen mit den gro­ßen West­see­hä­fen Zee­brugge, Ams­ter­dam, Rot­ter­dam und Ant­wer­pen (ZARA) be­nö­tigt Nordrhein-Westfalen drin­gend In­ves­ti­tio­nen in ein mo­der­nes Um­feld, um wei­ter­hin das wirt­schaft­li­che „Kraft­zen­trum“ im Wes­ten Deutsch­lands zu blei­ben. Dazu ge­hö­ren auch ins­be­son­dere Er­halt, Mo­der­ni­sie­rung und ein be­darfs­ge­rech­ter Aus­bau der In­fra­struk­tur. Das jetzt ge­grün­dete und von NRW-Verkehrsminister Mi­chael Gro­schek, NRW-Finanzminister Dr. Nor­bert Walter-Borjans so­wie NRW-Wirtschaftsminister Gar­relt Duin in­iti­ierte „Bünd­nis für In­fra­struk­tur“ nimmt diese Er­for­der­nisse in den Fo­kus und will den Ak­teu­ren eine Stimme ge­ben, die Sinn und Nut­zen von In­fra­struk­tur­vor­ha­ben er­ken­nen und befürworten.

Vor die­sem Hin­ter­grund ist es nur fol­ge­rich­tig, dass auch der Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB) auf der Auf­takt­ver­an­stal­tung des Bünd­nis­ses am gest­ri­gen Abend in Düs­sel­dorf ver­tre­ten war. Mit Un­ter­zeich­nung ei­nes Me­mo­ran­dums in Ge­gen­wart der NRW-Minister und als ei­ner von über 50 Part­nern durch BDB-Vizepräsident Ro­berto Spranzi (DTG, Duis­burg) brachte der Ver­band seine Un­ter­stüt­zung des Bünd­nis­ses zum Ausdruck.

„Wenn man sich da­für ent­schei­det, ein mo­der­nes und be­darfs­ge­rech­tes Ver­kehrs­netz zu rea­li­sie­ren, muss man schon heute die Vor­aus­set­zun­gen da­für schaf­fen, dass die In­fra­struk­tur­pro­jekte auch zü­gig um­ge­setzt wer­den kön­nen. Hier setzt das NRW-Infrastrukturbündnis an, wes­we­gen der BDB es aus­drück­lich un­ter­stützt“, be­tont Ro­berto Spranzi.

Der BDB weist seit Jah­ren dar­auf hin, dass ge­zielte In­ves­ti­tio­nen in Er­halt und Aus­bau der Bun­des­was­ser­stra­ßen an­ge­sichts der un­güns­ti­gen Al­ters­struk­tur der Bau­werke zwin­gende Vor­aus­set­zung da­für sind, künf­tig mehr Gü­ter auf den al­ter­na­ti­ven Ver­kehrs­trä­ger Bin­nen­schiff­fahrt ver­la­gern zu kön­nen. Als „Kern­land“ der Bin­nen­schiff­fahrt in Deutsch­land kommt dem Sys­tem Was­ser­straße in NRW mit dem Rhein und dem West­deut­schen Ka­nal­ge­biet als wich­tige Trans­por­ta­dern schließ­lich eine be­son­ders große Be­deu­tung zu.

Der Ziel­set­zung des „Bünd­nis­ses für In­fra­struk­tur“, die Bau­pro­jekte jetzt – da wich­tige Maß­nah­men und eine In­ves­ti­ti­ons­li­nie im Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan 2030 ver­an­kert sind – zü­gig und ef­fi­zi­ent zu rea­li­sie­ren, kann sich der BDB nur aus­drück­lich an­schlie­ßen. Das Iden­ti­fi­zie­ren von Mög­lich­kei­ten zur Be­schleu­ni­gung und Ver­ein­fa­chung von Planungs- und Bau­pro­zes­sen ist da­bei ein ebenso sinn­vol­les In­stru­ment wie das An­sto­ßen re­gio­na­ler Bünd­nisse für zen­trale Infrastrukturvorhaben.

Gleich­zei­tig macht sich das Bünd­nis zur Auf­gabe, den ge­samt­ge­sell­schaft­li­chen Wert von In­fra­struk­tur­pro­jek­ten früh­zei­tig und wäh­rend der ge­sam­ten Um­set­zung her­aus­zu­stel­len, in­dem sich die Ak­teure da­für ein­set­zen, aus­ge­wo­gene Lö­sun­gen bei der Ab­wä­gung zwi­schen den Er­for­der­nis­sen ei­ner in­tak­ten, be­darfs­ge­rech­ten In­fra­struk­tur auf der ei­nen Seite und den An­lie­gen von An­woh­nern so­wie Natur- und Um­welt­schutz auf der an­de­ren Seite, zu er­zie­len. Die­ser An­satz kann nur be­grüßt wer­den, da­mit künf­tig ver­mie­den wird, dass wich­tige Maß­nah­men wie z.B. die Fahr­rin­nen­ver­tie­fun­gen an Un­ter­we­ser und Au­ßen­elbe durch Strei­te­reien zwi­schen ver­schie­de­nen Par­teien und der da­mit ver­bun­de­nen auf­wän­di­gen ge­richt­li­chen Klä­rung jah­re­lang ruhen.

„Für die er­folg­rei­che Um­set­zung von Pro­jek­ten ist es im­mer wich­ti­ger, Ak­zep­tanz bei den be­trof­fe­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zu er­wir­ken und die Men­schen mit­zu­neh­men“, so Ro­berto Spranzi.

 

Über den BDB e.V.:

Der 1974 ge­grün­dete Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB) ver­tritt die ge­mein­sa­men ge­werb­li­chen In­ter­es­sen der Un­ter­neh­mer in der Güter- so­wie der Fahr­gast­schiff­fahrt ge­gen­über Po­li­tik, Ver­wal­tung und sons­ti­gen In­sti­tu­tio­nen. Mit­glie­der des BDB sind des­halb Par­ti­ku­liere, Ree­de­reien und Ge­nos­sen­schaf­ten. Auch För­der­mit­glie­der un­ter­stüt­zen die Ar­beit des BDB. Der Ver­band mit Sitz in Duis­burg und Re­prä­sen­tanz in Ber­lin be­zieht Stel­lung zu ver­kehrs­po­li­ti­schen Fra­gen und bringt sich ak­tiv in die Ge­stal­tung der wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ein. Seit der Fu­sion mit dem Ar­beit­ge­ber­ver­band (AdB) im Jahr 2013 ver­tritt der BDB auch die Be­lange der Ver­bands­mit­glie­der in arbeits-, tarif- und so­zi­al­recht­li­chen so­wie personal-, sozial- und bil­dungs­po­li­ti­schen An­ge­le­gen­hei­ten und ist Ta­rif­ver­trags­part­ner der Ge­werk­schaft Verdi. Der BDB be­treibt das in Duis­burg vor An­ker lie­gende Schul­schiff „Rhein“ – eine eu­ro­pa­weit ein­zig­ar­tige Aus-, Fort- und Wei­ter­bil­dungs­ein­rich­tung für das Binnenschifffahrtsgewerbe.